Tiger crossed the rainbow bridge one dawn last July.
This portrait statue commemorates the 18 years Natalie and Tiger shared together.
Rest in peace, boy.
Natalie & Tiger / terracotta / 43(h) X 33(w) X 33(d) cm / 2026
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Tiger crossed the rainbow bridge one dawn last July.
This portrait statue commemorates the 18 years Natalie and Tiger shared together.
Rest in peace, boy.
Natalie & Tiger / terracotta / 43(h) X 33(w) X 33(d) cm / 2026
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Papp-Skulptur kommt in Kunstsammlung statt in Mülleimer
28.12.2025, 09:00 Uhr
Von: Bastian Ludwig
Lüneburger Geschäftsmann kauft Papp-Skulptur, die Kasseler Künstler wegwerfen wollte. Zuvor hatte er vom Plan des Künstlers aus der HNA erfahren.
Kassel – Der Kasseler Künstler Vishnoir Kim hat ein entspanntes Verhältnis zu seiner Kunst. Nachdem er zwei Wochen lang an einer imposanten Papp-Skulptur für eine Ausstellung in der Karlskirche gearbeitet hatte, wollte er sie im November im Papiercontainer entsorgen. Schließlich hatte er das Material für die Kunst auch zuvor aus dem Altpapier geholt. Der Kulturbeauftragte der Kirche, Jens Domes, hielt den Südkoreaner, der seit 2014 in Kassel lebt und arbeitet, davon ab. Er konnte Vishnoir Kim davon überzeugen, über die HNA nach einem Interessenten für seine Kunst zu suchen. Der Künstler ließ sich darauf ein und wollte sein Werk nun an Interessierte verschenken. So erschien in unserer Zeitung vor drei Wochen ein entsprechender Aufruf.
Im fernen Lüneburg las Geschäftsmann Bennet Lücking den Artikel auf hna.de. Er handelt mit Designklassikern aus dem Büromöbelbereich und hat seinen Showroom mit allerlei Kunst ausgestattet. „Ich war schockverliebt, als ich die Skulptur von Vishnoir Kim sah“, erzählt Lücking. Also schrieb er noch nachts eine E-Mail an Domes und bat ihn darum, einen Kontakt herzustellen. Die Chemie stimmte und Lücking lehnte es ab, die Kunst geschenkt anzunehmen. Er bot dem Künstler 1000 Euro. „Ich hatte mehrere Anfragen erhalten, aber die von Bennet Lücking war überzeugend – auch für Vishnoir“, sagt Domes.
Nachdem die Skulptur mit dem Titel „No response“ (keine Antwort) nun noch für kurze Zeit im Südflügel des Kulturbahnhofes ausgestellt war, kam Lücking mit einem Lkw nach Kassel, um das Kunstwerk abzuholen. Weil die empfindliche Arbeit hängend transportiert werden muss, war etwas Vorbereitung nötig. Letztlich ging das Verladen aber relativ schnell.
Bennet Lücking und Vishnoir Kim nutzten das Treffen am Kulturbahnhof, um sich auszutauschen. Der Mann aus Lüneburg erzählte, dass die Skulptur in seinem gläsernen Showroom einen prominenten Platz erhalten werde – nicht weit entfernt von Werken von Andy Warhol und Günther Uecker. Und der Mann aus Südkorea kündigte an, dass er gerne in Lüneburg vorbeikommen wolle, um sich anzuschauen, wo seine Kunst ausgestellt ist. „Für mich ist das eine großartige Gelegenheit, meine Arbeit zu präsentieren. Es ist eine gute Motivation für mich“, sagt Vishnoir Kim, der nicht nur als Bildhauer, sondern auch als Filmemacher und Performance-Künstler tätig ist. Er sei letztlich froh, dass er die Papp-Skulptur nicht entsorgt habe. Da geht es Bennet Lücking genauso. (Bastian Ludwig)
https://www.hna.de/kassel/papp-skultur-kommt-in-kunstsammlung-statt-in-muelleimer-94099903.html
Fotos der Papierpuppe „NO RESPONSE / KEINE ANTWORT / 응답없음“ vormittags
Fotos der Papierpuppe „NO RESPONSE / KEINE ANTWORT / 응답없음“ nachmittags
Vishnoir Kim, der Skulptur in Seoul und Bildende Kunst mit den Schwerpunkten Performance und Film in Kassel studierte, setzt sich in seinem Werk mit Themen wie Fremdheit, Anpassung und Frustration auseinander und positioniert sich als outsider in der deutschen Gesellschaft.
Er ist in der Ausstellung mit zwei Arbeiten vertreten, die seine künstlerische Herkunft beleuchten: eine raumgreifende Hohlplastik aus gefundenen Pappkartons und ein Videozusammenschnitt, entstanden aus der Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv „Amöeba Collective“. Die filmische Arbeit reflektiert die kollektive Praxis der Künstler*innengruppe, die intermediale Projekte realisiert, während Vishnoir Kims Plastiken aus weggeworfenen Materialien sein Außenseiterdasein unterstreichen.
Das Kollektiv arbeitet seit 2018 in verschiedener Zusammensetzung. Die Projekte zeichnen sich durch eine multisensorische Kombination aus Installation, Live-Sound-Kompositionen, Videoarbeiten, Masken- und Kostümbau, Körper- und Bewegungsforschung aus. Inhaltlich befasst sich die Gruppe mit Fragen zu Transformation, Erinnerung, kollektiver und individueller Sicherheit sowie gesellschaftlichen Strukturen und politischen Entwicklungen. Die aktuellen Mitglieder neben Vishnoir Kim sind Cat Woywod, Franziska Ullrich, Natalie Bauer und Yidahn, die das Kollektiv in Südkorea repräsentiert.
Amöben, wörtlich übersetzt die „Wechselnden“, sind eine große, vielgestaltige Gruppe von Einzellern, die keine feste Körperform besitzen, sondern ihre Gestalt laufend ändern. Amöben sind biologisch gesehen eine Lebensform und keine Verwandtschaftsgruppe. Im Filmzusammenschnitt sind wiederholt Gestalten zu sehen, die sich wie „Riesenamöben“ der Gattungen „Amoeba“ und „Chaos“ in diversen Räumen bewegen. Vishnoir Kim ist in verschiedenen Rollen als Performer, Kostümbauer, Filmer, Editor und Sound-Designer dabei. Die Arbeit mit dem Körper, die enge Verbindung von Werk und Erfahrung, ist ein gemeinsamer Nenner in den Arbeiten des Kollektivs. Der Künstler engagiert sich zudem bei „Save Nujin“, einer Initiative, die sich um einen neuen Standort für die Friedensstatue bemüht, nachdem sie von der Universitätsleitung vom Kasseler Campus entfernt wurde. Der Film lief im Rahmen des 42. Kasseler Dokfestes in der Sektion "Goldener Herkules" und eine Kurzversion ist auch hier zu sehen.
Die Hohlplastik von Vishnoir Kim, deren materielle Fragilität Bestandteil der Arbeit ist, entfaltet hier im Raum eine bemerkenswerte Präsenz. In ihrer Formensprache schwingt die Skulptur zwischen verschiedenen ikonografischen Referenzen: Sie weckt Assoziationen an mehrköpfige Gottheiten aus dem asiatischen Kulturraum ebenso wie an christliche Bildtraditionen, etwa den Strahlenkranz von Heiligenfiguren oder die Dornenkrone. Auffällig ist die expressive Geste der aus Pappe geformten Hände, die eine Auseinandersetzung mit der Tradition der Skulptur erkennen lassen und an das Werk Rodins erinnern, der als „Bildhauer der Hände“ gewürdigt wurde.
Die Verwendung der Spiegelmaske ist ein wiederholtes Motiv in den Filmen des Kollektivs, das die thematische Klammer zum Ausstellungstitel „reflection / surface“ herstellt. Dem Gegenüber wird die Möglichkeit eines direkten Blickes auf das Subjekt verwehrt; stattdessen wird es mit der Reflexion des eigenen Selbst konfrontiert – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Die Performance thematisiert somit auch die Unmöglichkeit, hinter die physische Oberfläche oder die gesellschaftlichen Masken zu blicken.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Susanne Jakubczyk
Kunsthistorikerin M.A.
Vernissage der Ausstellung „reflection / surface“
Was ist ein Bild? Die Frage lässt sich nach der rasanten technischen und digitalen Entwicklung nicht mehr eindeutig beantworten. Ein Bild kann sich als Gemälde, Zeichnung, Fotografie oder als elektronisches Bild materialisieren, aber auch als Metapher in der Sprache. Von mentalen oder inneren Bilder sprechen wir im Zusammenhang von Erinnerungen, Träumen und Phantasie. Im Kontext der Kunst durchdringen und mischen sich diese verschiedenen Ebenen
Während sich die ersten beiden Ausstellungen von 387 in diesem Jahr auf Klang und Farbe als audiovisuelle und haptisch materielle Erfahrung bezogen, widmet sich die jetzige Ausstellung dem Licht-Bild, der Erfahrung von Flüchtigkeit und Transparenz des bewegten Bildes und der Momentaufnahme der Fotografie.
In ihren Arbeiten und Installationen thematisieren die Künstler*innen transformatorische Prozesse und irritieren unsere Wahrnehmung. Sie untersuchen, inwieweit digitale Oberflächen in unseren Alltag eindringen, zwischenmenschliche Beziehungen bestimmen und digitale Formate unser Denken und unsere kollektive Erinnerung prägen.
Das Team von 387 lädt herzlich dazu ein, sich von den aktuellen Interpretationen der jungen Künstler*innen inspirieren zu lassen.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 28. November 2025 sind die Künstler*innen anwesend.
Sa.29.Nov. – So.21.Dez.2025, täglich 14:00 – 18:00, Eintritt frei
Eröffnung: Fr.28.Nov.2025, 18:00
Einführung: Susanne Jacubczyk M.A., Kunsthistorikerin
Moderierter Rundgang mit KünstlerInnengespräch: So.21.Dez.2025, 14:30
Moderation: Susanne Jacubczyk M.A., Kunsthistorikerin
Südflügel im KulturBahnhof, 1. Stock, Franz-Ulrich-Str. 6, Kassel
(Eingang via: conference&ART – tagungszentrum südflügel; parallel zum stillgelegten Gleis 1)
https://www.387qm-kunst.de/ausstellung/reflection-surface/
Solo exhibit of Amöeba Collective Part 4
DIE GEGENWART FRAGT, DIE GESCHICHTE ANTWORTET
Sat, 1 Nov – Fri, 14 Nov 2025
Karlskirche, Karlsplatz 34117 Kassel, Germany
The current members of Amöeba Collective are Cat Woywod, Franziska Ullrich, Natalie Bauer and Vishnoir Kim.
This exhibit was supported and funded by Ev.Stadtkirchenkreis Kassel and Kulturamt Kassel.
Special thanks to Jens Domes, Heinz, Wilelm, Christoph, Nicola and many friends from Karlskirche. Thank you all.
Solo exhibit of Amöeba Collective Part 3
DIE GEGENWART FRAGT, DIE GESCHICHTE ANTWORTET
Sat, 1 Nov – Fri, 14 Nov 2025
Karlskirche, Karlsplatz 34117 Kassel, Germany
The current members of Amöeba Collective are Cat Woywod, Franziska Ullrich, Natalie Bauer and Vishnoir Kim.
This exhibit was supported and funded by Ev.Stadtkirchenkreis Kassel and Kulturamt Kassel.
Special thanks to Jens Domes, Heinz, Wilelm, Christoph, Nicola and many friends from Karlskirche. Thank you all.